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Für das Überlebenshandbuch des Vault-Bewohners von Fallout 3, siehe Überlebenshandbuch des Vault-Bewohners.
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HERAUSGEGEBEN VON VAULT-TECS DOKUMENTATIONSABTEILUNG, JANUAR, 2077
HINWEIS.–– Dieses Dokument enthält Informationen, die für

die Landesverteidigung der Vereinigten Staaten entsprechend der Neufassung des Spionagegesetzes (50 USC, 31 und 32) von Bedeutung sind. Seine Weiterverbreitung oder jegliche Enthüllung des Inhalts

gegenüber Unbefugten ist gesetzlich verboten.

Willkommen im Bunker der Zukunft

Allgemeines

Willkommen im Bunker 13, der neuesten Entwicklung einer Reihe öffentlicher Verteidigungsanlagen der Firma Vault-Tec, dem Konstrukteur Ihres Vertrauens für atomsichere Bunker von höchster Qualität. Vault-Tec ist Amerikas Antwort auf moderne Wohnprobleme. Dieses Dokument, VTB-001, der Überlebensleitfaden für Bunkerbewohner, ist für die Ereignisse nach einem weltweiten Atomkrieg vorgesehen. Im Falle eines begrenzten Atomschlags oder eines Weltuntergangsszenarios anderer Art lesen Sie bitte die entsprechenden Leitfäden (siehe auch Seite 1—8):

Ursache der Zerstörung der Erde Dokument/Nr. Titel
Begrenzter Atomkrieg VTB-002 Überlebensleitfaden für Bunkerbewohner (Kurzfassung)
Seuche VTD-001 Du und Dein Virus
Hunger VTR-003 Ratte à la Carte
Flutkatastrophe VTF-100 Seegang & Seetang
Meteor VTM-020B Vorsicht Steinschlag*

*Dokument z. Zt. noch nicht verfügbar, Veröffentlichung im 3. Quartal 2078.

Wir hoffen zwar, daß der Frieden anhält und solcherlei Maßnahmen von der Basis her, um die besten Chancen für ein Leben nach dem totalen Atomschlag zu schaffen. Es ist die Pflicht jedes amerikanischen Bürgers, die Fähigkeiten zu erwerben und auszuüben, die für ein komfortables Leben im Bunker notwendig sind.

Brüten Sie nicht darüber nach, was hätte passieren können. Wir haben hier und jetzt schon genug Probleme. - Aufseher

Die Bunker eine Reihe an Überlebensunterkünften wurden von Grund auf entwickelt, um die besten Chancen für ein Leben nach dem totalen Atomschlag zu schaffen. Es ist die Pflicht jedes amerikanischen Bürgers, die Fähigkeiten zu erwerben und auszuüben, die für ein komfortables Leben im Bunker notwendig sind. Am besten beginnen Sie dazu mit einer Beschreibung Ihrer neuen Behausung.

Wichtige Bunkerstatistiken

Bunker-Nummer ............................13
Konstruktionsbeginn .........August 2063
Fertigstellung ..........März 2069
Ausgangsbudget .........................$400,000,000,000
Endgültiges Budget, einschl. Zinsen ........$645,000,000,000
Gesamtzahl der Bewohner .......1,000 (bei voller Auslastung)
Gesamtdauer ...........................10 Jahre (bei voller Auslastung)
Anzahl der Wohnquartiere .........100 (im Schichtwechsel bei voller Auslastung)
Türdicke ..........................4 Meter, Stahl
Erdschicht .........................3.200.000 Tonnen Erde, 70 Meter dick
Computerleitsystem .........Denkmaschine
Hauptenergieversorgung ...............Erdwärme
Notstromversorgung ..........Atomgetriebenes Notstromaggregat von General Atomics
Energiebedarf .................3.98mkw/Tag
Versorgung .......................................Kompletter Satz Baumaschinen, Landwirtschaftlicher Betrieb auf Wasserbasis, Kläranlage für Wasser aus unterirdischem Fluß, Verteidigungswaffen für 10 Mann, Kommunikationsanlagen, Soziales und Unterhaltungsmaterial (für die gesamte Dauer)

Wirkung der Atomexplosion

Bunker 13 schützt Sie vor der Wirkung einer Atomexplosion. Um Ihnen diese Schutzfunktion deutlicher zu machen, haben wir einen Abschnitt aus den "Häufig gestellten Fragen über Hochenergiewaffen" (High Energy Weapons FAQ) aufgenommen, in dem die durch eine Atomexplosion hervorgerufenen Schäden erläutert werden. Die erste Wirkung, die ein Bombenopfer spürt, ist der intensive Photonenstrom nach der Explosion, bei dem 70-80% der Bombenenergie freigesetzt werden. Er führt zu Verbrennungen zweiten und dritten Grades, die nicht gerade einen schönen Anblick bieten. Diese Verbrennungen fordern die ersten Opfer. Das nächste Phänomen ist die Druckwelle des Überschallknalls, die Sie bereits sehen können, bevor sie zu hören ist. Diese Druckwelle walzt alles nieder. Auf die Druckwelle folgt die Überdruckphase, die sich anfühlt, als sei man mehrere hundert Meter unter Wasser. Bei einer Tiefe von mehreren tausend Metern implodiert ein U-Bootrumpf. Der Druck nimmt langsam ab und wird durch die von einem umgekehrten starken Windstoß begleitete negative Überdruckphase abgelöst. Diese Umkehrung wird durch die Luft erzeugt, die zurückströmt, um das durch die Explosion entstandene Vakuum zu füllen. Nach und nach erreicht die Luft wieder ihren normalen Raumdruck. In diesem Stadium verwandeln durch elektrische Leitungen ausgelöste Brände, die Trümmer entzünden, den Schauplatz in ein Flammenmeer. Danach kommen die mittelfristigen Nachwirkungen wie Wulstnarbenbildung und Netzhautblastome. Genetische oder erbliche Schäden können noch bis zu vierzig Jahre nach der atomaren Strahlung auftreten.

Wirkung der Atomexplosion auf die Atmosphäre

Der Atompilz. Die durch Fusion und Spaltung entstehende Hitze erhöht die Temperatur der sie umgebenden Luft unverzüglich auf 10 Millionen Grad Celsius. Dieses überhitzte Luftplasma erzeugt soviel Licht, daß es heller erscheint als die Sonne und über hunderte von Kilometern hinweg sichtbar ist. Der so entstandene Feuerball breitet sich rasch aus. Er besteht aus heißer Luft und steigt daher auf, mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Meter pro Sekunden. Nach etwa einer Minute hat der Feuerball eine Höhe von mehreren Kilometern erreicht und sich so weit abgekühlt, daß er nicht mehr strahlt.
Die kühlere Luft der Umgebung wirkt wie ein Sog auf die aufsteigende Luft, wodurch die äußeren Bereiche der Wolke verlangsamt werden. Die davon nicht betroffene Luft in der Mitte steigt etwas schneller auf als die am Rand. Eine Vakuumwirkung entsteht, wenn die Außenbereiche in den luftleeren Raum gesogen werden, den die aufsteigende Luft in der Mitte zurückgelassen hat. Daraus ergibt sich ein Rauchring.
Das Material in der Mitte breitet sich durch Konvektion in Form eines Pilzes langsam nach außen aus. Wenn die Explosion auf dem Erdboden erfolgt, werden Staub und radioaktive Trümmer im Stamm aufgesogen, der unter dem Feuerball sitzt.
Durch Kollisionen und Ionisierung der Atompilzteilchen entstehen Blitze, die auf den Boden niederfahren.
Die Wolke hat zunächst eine orangerote Färbung, die bei der chemischen Reaktion der Lufterhitzung entsteht. Wenn sich die Wolke auf normale Lufttemperatur abkühlt, beginnt der Wasserdampf zu kondensieren. Die Wolke färbt sich dann weiß. Im letzten Stadium kann der Atompilz einen Durchmesser von 100 km und eine Höhe von 40 km erreichen, wenn es sich um eine Explosion im Megatonnenbereich handelt.

EMP-Effekt. Bei einer Atomexplosion entsteht Strahlung in jeder Lichtwellenlänge. Ein Teil davon nimmt den Radiowellen- /Radarbereich des Spektrums ein; dies ist der sogenannte EMPEffekt. Dieser Effekt verstärkt sich in den höheren Schichten der Erdatmosphäre. Bei Explosionen in großer Höhe können elektronische Geräte ausgeschaltet werden, indem ein Spannungsstoß in Metallobjekten mit Kurzschlußverfahren ausgelöst wird, also jeglicher Elektronik, Starkstromleitungen, Telefonleitungen, Fernsehern, Radios usw. Diese Schäden können im Umkreis von über 1000 km entstehen.

Überblick über unmittelbare Wirkungen

Die drei Kategorien der unmittelbaren Wirkungen sind: Explosion, Hitzestrahlung und Ionisierung oder Atomstrahlung. Ihre relative Bedeutung hängt von der Strahlungsstärke der Bombe ab. Bei einer geringen Stärke führen alle drei zu schweren Verletzungen. Bei einem Detonationswert von etwa 2,5 kt zeigen alle drei in etwa die gleiche Wirkung und können im Umkreis von 1 km zum Tod führen.

Der Anteil des Detonationswertes, der in Hitzestrahlung, Explosion und Ionisierungsstrahlung umgesetzt wird, bleibt im Prinzip bei jedem Wert gleich, doch die Interaktion zwischen den verschiedenen Energieformen und der Luft bzw. dem Ziel weist dramatische Unterschiede auf.

Luft ist Hitzestrahlung gegenüber durchlässig. Die Hitzestrahlung wirkt sich auf ungeschützte Oberflächen aus und erzeugt Schäden durch rasches Erhitzen dieser Flächen. Eine 100 Mal stärkere Bombe erzeugt eine Hitzestrahlung gleicher Intensität über ein 100 Mal größeres Gebiet. Der Rauminhalt einer (imaginären) Kugel mit der Explosion als Mittelpunkt steigt im Quadrat zum Radius der Kugel. Daher erhöht sich der Zerstörungsradius mit der Quadratwurzel des Detonationswertes (es handelt sich hierbei um das normale Quadratwurzelgesetz für elektromagnetische Strahlung). Tatsächlich steigt die Zerstörungskraft etwas langsamer an, was teilweise daran liegt, daß sich die Hitze bei größeren Bomben langsamer ausbreitet, weshalb die pro Wärmekalorie erzeugten Schäden geringer sind. Das wichtigste Faktum ist jedoch, daß sich das von der Hitzestrahlung betroffene Gebiet fast linear zum Detonationswert ausdehnt.

Die Explosionswirkung ist eine Massewirkung. Die Explosionswelle lagert Energie in dem Material ab, das sie durchdringt, einschließlich Luft. Wenn sich die Explosionswelle durch feste Materie fortpflanzt, richtet die zurückgelassene Energie Schäden an. Wenn sie nur auf Luft trifft, wird sie lediglich abgeschwächt. Je mehr Materie die Energie durchdringt, desto geringer wird die Wirkung. Die Materiemenge erhöht sich mit dem Volumen der imaginären Kugel um die Explosion. Die Explosionswirkung entspricht daher dem Quadratwurzelgesetz, bei dem der Radius von der Masse abhängt. Die Intensität atomarer Strahlung nimmt, wie die Hitzestrahlung, nach dem Quadratwurzelgesetz ab.

Die Atomstrahlung wird jedoch sehr stark von der Luft absorbiert, die sie durchdringt, wodurch sich ihre Intensität wesentlich schneller abschwächt.

Diese logarithmischen Gesetze zeigen, daß die Wirkung der Hitzestrahlung mit dem Detonationswert rasch zunimmt (abhängig von der Explosion), während die der Strahlung rasch abnimmt.

Bei einem kleineren Atomangriff (mit einem Detonationswert von ca. 15 kt) erleben die Opfer (einschließlich der Todesopfer) die Wirkung aller drei Ursachen. Dabei machen Verbrennungen (einschließlich der durch den darauffolgenden Feuersturm entstehenden) den größten Teil der ernsten Verletzungen aus (zwei Drittel der Toten am ersten Tag fallen Verbrennungen zum Opfer) und treten in der größten Entfernung auf. Folgen der Explosion und Brandverletzungen wären an 60-79% aller Überlebenden festzustellen. Personen, die sich nah genug an der Explosion befinden, um schwere Strahlenschäden davonzutragen, befinden sich gleichzeitig in einem Gebiet, in dem tödliche Verbrennungen durch die Explosion und Hitze verursacht werden. Aus diesem Grund zeigen nur 30% der Verletzten Symptome der Strahlenkrankheit. Viele Menschen, die vor der Explosion und Hitze geschützt sind, entgehen daher den schlimmsten Wirkungen der Atombombe. Allerdings weisen die meisten strahlenkranken Opfer auch durch die Explosion verursachte Schäden oder Verbrennungen auf.

Bei Erträgen von hunderten von Kilotonnen oder mehr (wie bei den Sprengköpfen strategischer Waffen) verlieren unmittelbare Strahlenschäden an Bedeutung. Eine gefährliche Strahlenkonzentration tritt nur in unmittelbarer Nähe zur Explosion auf, so daß es unmöglich ist, sie zu überleben. Auf der anderen Seite können tödliche Verbrennungen weit über die Reichweite der Explosionsschäden hinaus verursacht werden. Eine Bombe von 20 Megatonnen kann vermutlich tödliche Verbrennungen dritten Grades in einer Entfernung von 40 km erzeugen, in der die Explosion kaum mehr als Fensterscheiben zerspringen läßt und kleinere Schnittwunden hervorruft.

Als Faustregel für die Berechnung der Zahl der unmittelbaren Todesopfer aufgrund aller Ursachen eines Atomangriffs gilt, daß jedermann innerhalb des Radius von 5 psi Überdruck um die Explosion zugrunde geht. Tatsächlich überleben viele Menschen innerhalb dieses Radius, während viele außerhalb sterben, doch kann man davon ausgehen, daß diese Zahlen in etwa die gleiche Größenordnung haben und sich somit ausgleichen. Bei dieser Berechnung werden jegliche Wirkungen durch radioaktiven Niederschlag außer acht gelassen.

Übersicht über die Spätfolgen

Radioaktive Verseuchung. Die schwerwiegendsten Spätfolgen werden durch die Erzeugung großer Mengen radioaktiven Materials mit langer Lebensdauer hervorgerufen (die Halbwertzeiten reichen von wenigen Tagen bis zu Jahrtausenden). Die Hauptquelle dieser Produkte ist der bei den Spaltungsreaktionen zurückbleibende Atommüll. Eine möglicherweise ebenfalls bedeutende zweite Quelle sind die in nicht radioaktiven Isotopen gefangenen Neutronen sowohl in der Bombe als auch außerhalb.

Atome können sich auf 40 verschiedene Arten spalten, wodurch eine Mischung von etwa 80 verschiedenen Isotopen entsteht. Die Stabilität dieser Isotope weist starke Unterschiede auf. Einige bleiben absolut stabil, während andere mit Halbwertzeiten von Sekundenbruchteilen radioaktiv zerfallen. Die zerfallenden Isotope können wiederum stabile oder instabile Tochter-Isotope bilden. So wird diese Mischung rasch immer komplexer. Über 300 verschiedene Isotope aus 36 Elementen wurden in Spaltprodukten entdeckt.

Kurzlebige Isotope geben ihre Zerfallsenergie sofort ab und erzeugen dadurch intensive Strahlungsfelder, die sich ebenfalls rasch auflösen. Langlebige Isotope dagegen geben ihre Energie über einen langen Zeitraum ab und erzeugen dabei eine weniger intensive, jedoch weitaus beständigere Strahlung. Spaltungsprodukte weisen also zunächst einen hohen Strahlenwert auf, der sich rasch abschwächt, doch nimmt die Intensität in einer zunehmend flacheren Kurve ab.

Eine nützliche Faustregel ist die "Siebenerregel". Sie besagt, daß für jede siebenfache Zunahme des Zeitraums nach einer Kernspaltungsexplosion (ab 1 Stunde nach der Explosion) die Strahlungsintensität mit einem Faktor von 10 abnimmt. Nach 7 Stunden ist die verbleibende Strahlung also um 90%, auf ein Zehntel des Wertes eine Stunde vorher, zurückgegangen. Nach 7 x 7 Stunden (49 Stunden, also etwa 2 Tagen) ist der Wert um weitere 90% zurückgegangen. Nach 7 x 2 Tagen (2 Wochen) sind es wieder 90% weniger, und das gleiche gilt für 14 Wochen. Diese Regel ist in den ersten 2 Wochen bis auf 25% Strahlungsrückstände genau, und in den ersten 6 Monaten mit dem Faktor Zwei. Nach 6 Monaten fällt die Strahlung bedeutend schneller ab. Die Siebenerregel entspricht dem Verhältnis Zeit potenziert mit -1.2.

Diese radioaktiven Produkte sind am gefährlichsten, wenn sie sich als Niederschlag, oder "Fallout", auf dem Boden ansiedeln. Die Konzentration des radioaktiven Niederschlags hängt sehr stark von der Höhe ab, in der die Explosion stattfindet, und in geringerem Maße von der Stärke der Explosion.

Wenn die Explosion ausschließlich in der Luft stattfindet (der Feuerball berührt den Boden nicht), bilden die verdampften radioaktiven Produkte, wenn sie so weit abgekühlt sind, daß sie kondensieren und wieder fest werden, mikroskopische Teilchen. Diese Teilchen werden zum größten Teil von dem aufsteigenden Feuerball hoch in die Erdatmosphäre getragen, obwohl sich eine bedeutende Zahl von ihnen durch die Mischung, die durch die Konvektionszirkulation innerhalb des Feuerballs entsteht, in den unteren Schichten der Atmosphäre ablagert. Je stärker die Explosion, desto schneller und höher steigt der Niederschlag auf und desto geringer ist der Anteil, der in den unteren Schichten der Atmosphäre abgelagert wird. Bei Explosionen mit einem Detonationswert von 100 kt oder weniger erhebt sich der Feuerball nicht über die Troposphäre hinaus, in der der Niederschlag erfolgt. Der gesamte Niederschlag wird in diesem Fall innerhalb weniger Monate (meistens wesentlich schneller) durch Wettereinwirkung auf dem Erdboden abgelagert. Im Megatonnenbereich steigt der Feuerball so hoch auf, daß er die Stratosphäre erreicht. Die Stratosphäre ist trocken, und es gibt keine Wettereinwirkungen, die für einen raschen Niederschlag am Boden sorgen. Kleine Niederschlagsmengen der Teilchen fallen im Verlauf von Monaten oder sogar Jahren herab. Dieser stark verzögerte Niederschlag hat zum Zeitpunkt seines Auftreffens deutlich an Gefahr eingebüßt und wird über die ganze Erde verteilt. Wenn der Detonationswert über 100 kt ansteigt, wird ein zunehmend größerer Anteil des Niederschlags in die Stratosphäre befördert.

Bei einer Explosion in Bodennähe (bei der der Feuerball den Boden berührt) werden große Mengen Staub in den Feuerball aufgesogen. Dieser Staub verdampft normalerweise nicht, und falls doch, dann tritt er in so großen Mengen auf, daß er große Teilchen bildet. Die radioaktiven Isotope werden auf Erdpartikeln abgelagert, die rasch zu Boden fallen. Der Niederschlag fällt innerhalb von Minuten bis zu wenigen Tagen und verseucht das Land in Windrichtung in der näheren Umgebung sowie viele tausend Kilometer entfernt. Die stärkste Verseuchung erfolgt durch den Niederschlag in der Nähe, da er hier stärker konzentriert ist und die kurzlebigen Isotope noch nicht zerfallen sind. Natürlich spielt das Wetter hierbei eine große Rolle. Vor allem Regen kann den Niederschlag "herunterwaschen" und örtlich begrenzte äußerst starke Konzentrationen erzeugen. Sowohl externe radioaktive Strahlung als auch interne Verseuchung (durch Verzehren radioaktiv verseuchter Stoffe) stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar.

Explosionen, die sich dicht über dem Erdboden ereignen, ohne ihn zu berühren, können trotzdem bedeutende Gefahren durch Neutronenaktivierung erzeugen. Neutronen, die vom Erdboden absorbiert werden, können mehrere Stunden lang starke Strahlung absondern.

Waffen im Megatonnenbereich sind zum größten Teil ausrangiert und durch Sprengköpfe mit wesentlich kleinerem Detonationswert ersetzt worden. Der Detonationswert eines typischen strategischen Sprengkopfes liegt heute im Bereich zwischen 200 und 700 kt. Neueste Erkenntnisse, die auf komplexen Klimamodellen beruhen, beweisen, daß die Reduzierung des Detonationswertes dazu führt, daß ein wesentlich größerer Anteil des Niederschlags in den tieferen Schichten der Erdatmosphäre abgelagert wird und sich schneller und in höherer Konzentration am Boden ablagert, als man in den sechziger und siebziger Jahren angenommen hatte. Die Reduzierung des Gesamtdetonationswertes strategischer Waffen durch das Ersetzen von Waffen mit hohem Detonationswert durch mehr Waffen mit geringerem Detonationswert hat also im Endeffekt das Risiko durch radioaktiven Niederschlag erhöht.


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